Die perioperative Patientenversorgung erfordert fundierte Kenntnisse medizinischer, organisatorischer und hygienischer Abläufe im operativen Umfeld. Der Kurs Perioperative Medizin vermittelt praxisnahes Wissen für eine sichere und effektive Betreuung von Patientinnen und Patienten und bereitet die Teilnehmenden umfassend auf die Herausforderungen der perioperativen Versorgung vor. Er behandelt die Abläufe vor, während und nach operativen Eingriffen und berücksichtigt neben den grundlegenden medizinischen und organisatorischen Prozessen auch spezielle Aspekte der perioperativen Versorgung. Als Blended-Learning-Format wurde der Kurs primär für Studierende der Humanmedizin und des Physician-Assistant-Studiengangs konzipiert, um eine strukturierte und praxisorientierte Einführung zu ermöglichen.
Das mediendidaktische Konzept kombiniert textbasierte Skripte, Lehrvideos und interaktive Lernformate. Während Skripte die theoretischen Grundlagen vermitteln, veranschaulichen Lehrvideos praktische Abläufe wie steriles Einwaschen. Interaktive Elemente, darunter Zuordnungsaufgaben und Multiple-Choice-Fragen, fördern die aktive Wissensaneignung und kontinuierliche Lernzielkontrolle.
Die Inhalte orientieren sich an aktuellen Leitlinien, darunter ERAS-Konzepte und die WHO-Sicherheitscheckliste, und schaffen so eine evidenzbasierte, praxisorientierte Lernumgebung zur Förderung klinischer Handlungskompetenz in der perioperativen Medizin.
Ziel des Lehrkurses ist es, Studierenden ein fundiertes Verständnis zentraler Aspekte der perioperativen Medizin zu vermitteln und sie zu befähigen, dieses Wissen im klinischen Kontext anzuwenden.
Nach Abschluss des Kurses können die Studierenden:
Eine strukturierte präoperative Patientenbeurteilung durchführen und relevante klinische Informationen für die perioperative Risikoeinschätzung berücksichtigen.
Perioperative Risikofaktoren identifizieren und bewerten, einschließlich der Einschätzung des kardiovaskulären und pulmonalen Risikos sowie der Einordnung nach der ASA-Klassifikation.
Anästhesieverfahren und intraoperative Überwachung erklären, einschließlich Indikationen, Risiken sowie grundlegender pharmakologischer Prinzipien wichtiger Anästhetika und Analgetika.
Die Rollen und Aufgaben im OP-Team beschreiben und die Bedeutung interprofessioneller Zusammenarbeit und Kommunikation erläutern.
Grundlegende Hygienestandards im Operationsbereich erklären und deren Bedeutung für Infektionsprävention und Patientensicherheit darstellen.
Häufige postoperative Komplikationen erkennen und grundlegende Behandlungsprinzipien erläutern, einschließlich Schmerztherapie und früher Mobilisation.
Moderne Konzepte der perioperativen Medizin einordnen, insbesondere Prinzipien des „Enhanced Recovery After Surgery“ (ERAS)-Konzepts.
Organisatorisches
Autoren:
Prof. Dr. Silke Härteis
Prof. Dr. Thiha Aung
Kontaktadresse bei Fragen: Prof. Dr. Thiha Aung - thiha.aung@th-deg.de
Prof. Dr. Silke Härteis - silke.haerteis@ur.de
Die Teilnahme an diesem Kurs entspricht einem Arbeitsaufwand von 3 ECTS Punkten.
Es steht Ihnen folgende Prüfungsform zur Auswahl:
Online-Abschlussprüfung
Voraussetzung zum Erbringen des Teilnahmenachweises:
Erfolgreiches Bestehen der Online-Fragen innerhalb der jeweiligen Kapitel
Erfolgreiches Bestehen der Online-Abschlussprüfung (mind. 60 % richtig) bzw. der schriftlichen Prüfung
Leistungsnachweis (Zertifikat per E-Mail)
Partnerhochschulen
Universität Regensburg
Technische Hochschule Deggendorf