Perfilado de sección

    • Herzlich Willkommen zum Kurs der aktuellen Kampagne an der Technischen Hochschule Deggendorf - Ein gemeinsames Angebot der Beauftragten für Gleichstellung von Frauen und Antidiskriminierung sowie des MINT-Teams der THD! 

      Wer kann teilnehmen?

      Alle sind herzlich eingeladen! Ob Studierende, Lehrende oder Mitarbeitende - jede und jeder ist willkommen, sich einzuschreiben und mitzuwirken!! 


      Warum ist Ihre Teilnahme wichtig?

      Gleichstellung geht uns alle an und nur gemeinsam können wir echte Chancengleichheit erreichen - und alle profitieren davon! 

       

      Was erwartet Sie in diesem Kurs?

      In diesem Kurs erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu unserem Auftrag: 

      • Förderung von Frauen in Studium, Forschung und Beruf 
      • Gleichstellung aller Geschlechter 
      • Maßnahmen gegen Diskriminierung 

       

      Was ist unser Ziel?

      Unser Ziel ist es, ein nachhaltiges und inklusives Angebot für alle Hochschulangehörigen zu schaffen - unabhängig vom Geschlecht! 



      Wie finde ich mich in diesem Kurs zurecht? 

      Die Hashtags (#) von unseren Postern können hier gesucht werden, vorausgesetzt alle Abschnitte sind aufgeklappt. 



      *English Version

      Welcome to the course of the current campaign at Deggendorf Institute of Technology – a joint initiative by the Officer for Gender Equality and Anti-Discrimination and the STEM team of DIT!

      Who can participate?

      Everyone is warmly invited! Whether you're a student, lecturer, or staff member – everyone is welcome to enroll and get involved!


      Why is your participation important?

      Equality concerns us all, and only together can we achieve true equal opportunities – and everyone benefits from it!


      What can you expect from this course?

      This course provides all the key information about our mission:

      • Promoting women in studies, research, and careers
      • Gender equality for all
      • Measures against discrimination


      What is our goal?

      Our goal is to create a sustainable and inclusive offering for all university members – regardless of gender!


      How do I find my way around this course?

      The hashtags (#) of our posters can be searched here, provided all sections are expanded.

       

  • #genderbias 
    #gendernhilft 
    #genderstereotype

    • Unbewusst unfair - wie Vorurteile unser Handeln steuern 

      Unconscious Bias – also unbewusste Vorurteile – sind automatische Denkmuster, die auf Stereotypen und persönlichen Voreingenommenheiten beruhen. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unsere Entscheidungen – oft, ohne dass wir es merken.

      Diese inneren Reflexe entstehen durch gesellschaftliche Prägung und individuelle Erfahrungen. Sie wirken in vielen Lebensbereichen, etwa am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Gesundheitswesen – und können dort ungewollt zu Benachteiligung oder Diskriminierung führen.

      Deshalb ist es entscheidend, sich dieser unbewussten Muster bewusst zu werden. Sensibilisierungsangebote und Schulungen helfen dabei, Vorurteile zu erkennen, zu hinterfragen und langfristig abzubauen – für mehr Fairness, Offenheit und Chancengleichheit im Alltag.



      „Sie sind doch nicht der Arzt?“ – Wie unbewusste Vorurteile Kompetenz verzerren

      Ein männlicher Pfleger betritt das Patientenzimmer, stellt sich freundlich vor und beginnt mit der Untersuchung. Der Patient blickt ihn überrascht an und fragt:„Wie, Sie sind nicht der Arzt?“

      Wenige Türen weiter erklärt eine junge Ärztin einem Patienten sorgfältig den Ablauf einer Behandlung. Er hört zu – und fragt anschließend:
      „Und wann kommt der Arzt?“

      Solche Situationen wirken auf den ersten Blick banal, allerdings sind sie tatsächlich Ausdruck von unconscious bias – also unbewussten Denkmustern, die auf Geschlechterrollen und Stereotypen beruhen. Diese automatischen Annahmen beeinflussen, wen wir in welcher Rolle erwarten: Den Arzt als männlich, souverän, führend. Die Pflegekraft als weiblich, hilfsbereit, untergeordnet, daher müssen Ärztinnen sich oft erst beweisen, bevor man ihnen Fachkompetenz zutraut.

      Diese unbewussten Vorurteile wirken im Hintergrund – und haben dennoch spürbare Folgen: Sie erschweren die Arbeit von Fachkräften, verzerren die Wahrnehmung von Kompetenz und können das Vertrauen zwischen Patient*innen und Behandelnden beeinträchtigen.

      Achtung: Unconscious Bias ist kein Zeichen von persönlicher Boshaftigkeit – sondern ein erlerntes, tief verankertes Denkmuster. Umso wichtiger ist es, dieses Denken zu hinterfragen: in der Ausbildung, in Teams, in der Sprache und im Umgang miteinander.

      Denn erst wenn wir unsere eigenen blinden Flecken erkennen, können wir eine faire, respektvolle und inklusive Gesundheitsversorgung gestalten – in der Kompetenz nicht vom Geschlecht, sondern von der Qualifikation abhängt.



      "stark, mutig - männlich?" - Wie Unconscious Bias Frauen aus MINT-Berufen drängt 

      Eine Frau in Feuerwehrmontur steigt aus dem Einsatzfahrzeug. Noch bevor sie ein Wort sagt, fragt ein Passant: „Sind Sie die Sanitäterin?“

      Solche Reaktionen sind kein Einzelfall. Sie zeigen, wie unbewusste Vorurteile (Unconscious Bias) wirken: Bestimmte Berufe – vor allem im technischen, handwerklichen oder naturwissenschaftlichen Bereich – werden automatisch mit Männern assoziiert. Stärke, Technik, Einsatzleitung? „Typisch männlich“ - Frauen in diesen Rollen werden daher häufig übersehen, unterschätzt oder falsch eingeordnet!

      Das betrifft nicht nur die Feuerwehr, sondern viele MINT-Berufe: Ingenieurinnen, Informatikerinnen, Technikerinnen oder Chemikerinnen erleben regelmäßig, dass ihnen ihre Kompetenz weniger zugetraut wird – nicht weil sie weniger leisten, sondern weil sie nicht dem gewohnten Bild entsprechen.

      Unconscious Bias entstehen durch gesellschaftliche Prägung, Medienbilder und Erziehung – und sie wirken, ohne dass wir es merken. Genau deshalb ist es so wichtig, sie bewusst zu machen: durch Aufklärung, Vorbilder und gezielte Förderung von Diversität in Ausbildung und Beruf.

      Wenn wir wollen, dass Mädchen sich zutrauen, Mathematikerin oder Feuerwehrfrau zu werden, müssen wir anfangen, unsere Bilder im Kopf zu verändern. Denn Talent kennt kein Geschlecht – aber unsere Erwartungen leider oft schon.


      Weiterführende Informationen:

  • #genderbias 
    #genderstereotype
    #gomint 
    #mintberufe
    #gendernhilft 


    • Typisch Mensch? Was hinter Stereotypen steckt!

      Stereotype sind vorgefertigte Vorstellungen oder Meinungen über bestimmte Gruppen von Menschen. Sie entstehen, wenn man glaubt, dass alle Mitglieder einer Gruppe ähnliche Eigenschaften oder Verhaltensweisen haben – zum Beispiel, dass „alle Männer technisch begabt“ oder „alle Frauen emotional“ seien.

      Diese Vorstellungen werden von vielen Menschen einer Gesellschaft geteilt und weitergegeben. Sie können sich auf ganz unterschiedliche Merkmale beziehen: Geschlecht, Alter, Herkunft, Aussehen, Kleidung und vieles mehr. Wichtig ist: Stereotype müssen nicht immer negativ sein – es gibt auch scheinbar positive Stereotype, wie z. B. „Asiaten sind gut in Mathe“. Trotzdem können auch diese problematisch sein, weil sie Menschen auf bestimmte Rollen festlegen.

      Stereotype sind kulturell geprägt und ändern sich im Laufe der Zeit, sie führen nicht automatisch zu Diskriminierung, aber sie können unser Denken und Handeln beeinflussen – oft ohne dass wir es merken.



      Klischees programmieren keine Software

      In der Informatik liegt der Frauenanteil in vielen Ländern unter 25 %. Warum? Nicht, weil Frauen nicht coden könnten – sondern weil ihnen zu selten gezeigt wird, dass sie es können. Werbung, Schulbücher und Medien zeichnen ein einseitiges Bild: der männliche Nerd am Rechner.
      Doch die digitale Zukunft braucht Vielfalt. Programmieren sollte keine Klischees bedienen – sondern Potenziale freisetzen, unabhängig vom Geschlecht.



      Nicht nur was für Jungs! 

      Wenn ein Mädchen sagt, sie möchte Ingenieurin werden, folgt oft ein erstaunter Blick – oder schlimmer: ein Schmunzeln. Der Gedanke, dass Technik und Mathematik „Jungensache“ seien, hält sich hartnäckig. Doch Studien zeigen: Mädchen haben genauso viel Talent für MINT-Fächer. Was ihnen oft fehlt, ist nicht das Können – sondern die Ermutigung - Es ist Zeit, alte Rollenschubladen zu schließen und neue Wege zu öffnen!



      Schrauben, denken, forschen – ganz normal weiblich

      Technikberufe gelten oft als „unweiblich“. Als würde ein Schraubenschlüssel nicht in eine zarte Hand passen. Dabei bringen Frauen häufig neue Perspektiven mit – analytisches Denken, Teamfähigkeit, soziale Kompetenz: All das ist in Forschung und Entwicklung unverzichtbar!


      Hören wir auf, Berufe nach Geschlecht zu bewerten – und fangen wir an, Menschen nach ihren Stärken zu fördern.



      Unsichtbar durch Vorurteile

      Viele Frauen in MINT-Berufen kämpfen mit dem sogenannten „Imposter-Syndrom“ – dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Nicht, weil sie es nicht sind, sondern weil sie es immer wieder hören oder zwischen den Zeilen spüren. Wenn eine Frau in einem technischen Beruf überdurchschnittlich gut ist, heißt es: „Ausnahme“. Wenn sie Fehler macht: „Typisch Frau“.
      Solche Denkmuster machen Leistungen unsichtbar: Es wird Zeit, genauer hinzusehen – und umzudenken.




      Sichtbar. Stark. Nobel. - Von der Ausnahme zur Inspiration 

      Wenn Mädchen nie sehen, dass Frauen in Laborkitteln forschen oder Maschinen bauen, glauben sie, es sei nicht ihr Weg -Sichtbarkeit schafft Möglichkeiten.

      Jede Frau in einem MINT-Beruf ist nicht nur Fachkraft, sondern auch potenzielles Vorbild. Wissenschaftlerinnen wie Marie Curie, die als erste Frau einen Nobelpreis erhielt – und das gleich zweimal –, oder Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna, die 2020 den Chemie-Nobelpreis für die Entwicklung der Genschere CRISPR/Cas9 gewannen, zeigen eindrucksvoll: Frauen prägen die Wissenschaft – und verändern die Welt.

      Auch Hochschulen wie die THD tragen eine zentrale Verantwortung: Sie sind nicht nur Orte der Forschung, sondern auch der Orientierung und Vorbilder. Wenn Professorinnen, Dozentinnen und Forscherinnen in der Lehre sichtbar und aktiv sind, senden sie ein starkes Signal an Studentinnen – und an die Gesellschaft: „Du gehörst hierher.“



      Weiterführende Informationen 

  • #heforshe

    • Feminismus geht alle an - warum Gleichberechtigung nur gemeinsam gelingt

      Feminismus steht für die Gleichstellung aller Menschen, richtet sich gegen Sexismus und setzt sich insbesondere gegen die Diskriminierung von Frauen ein. Dabei geht es nicht darum, Männer zu verdrängen oder Machtverhältnisse umzukehren. Vielmehr zielt der feministische Einsatz auf Gleichberechtigung, faire Chancen und Selbstbestimmung unabhängig vom Geschlecht. 

      Ein Beispiel dafür ist die UN-Initiative "HeForShe", welche Männer dazu aufruft, sich aktiv für Frauenrecht einzusetzen und ihre eigene Rolle im System von Geschlechterungleichheiten zu reflektieren - zentrale Aspekte sind: Respekt und gegenseitiges Verständnis! 

      Wenn Männer und Frauen gemeinsam für gleiche Rechte eintreten, können sie festgefahrene Rollenbilder hinterfragen, strukturelle Ungleichheiten abbauen und echte Vielfalt fördern - in Bildung, Beruf und Gesellschaft! 

      Feminismus: am Ende profitiert alle von einer gerechteren, vielfältigeren Welt! 



      Gleichberechtigung hat Geschichte - Wie der Feminismus entstand 

      Was heute oft als selbstverständlich gilt – etwa dass Frauen wählen, studieren oder ein eigenes Konto führen dürfen – war über Jahrhunderte keine Realität. Der Feminismus entstand aus dem Widerstand gegen genau diese Ungleichheiten.

      Die erste Welle des Feminismus begann im späten 18. und 19. Jahrhundert. Frauen forderten Bildung, politische Mitsprache und besonders das Wahlrecht – ein Meilenstein, der in vielen Ländern erst im 20. Jahrhundert erkämpft wurde.

      In der zweiten Welle (ab den 1960er-Jahren) rückten Themen wie sexuelle Selbstbestimmung, Gleichberechtigung im Beruf und das Recht auf Abtreibung in den Mittelpunkt. Frauen machten auf Diskriminierung im Alltag aufmerksam und forderten strukturelle Veränderungen.

      Die dritte Welle ab den 1990ern betonte die Vielfalt von Lebensrealitäten – etwa im Hinblick auf Herkunft, sexuelle Orientierung oder soziale Klasse. Feminismus wurde intersektional gedacht: Es geht nicht nur um Frauen, sondern um Gleichstellung für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Identität.

      Feminismus ist also nicht "überholt", sondern historisch gewachsen – und weiterhin notwendig. Denn viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen, mussten hart erkämpft werden. Und echte Gleichstellung ist noch längst nicht die Realität.




      "Papa, warum kochst du heute?" 

      Als der Vater das Abendessen zubereitet, fragt die Tochter erstaunt:
      „Papa, warum kochst du heute und nicht Mama?“
      Er antwortet: „Weil wir uns die Aufgaben teilen – so wie wir es beide fair finden.“

      Feminismus beginnt nicht erst in der Politik oder im Unternehmen. Er zeigt sich auch im Alltag – beim Kochen, beim Wickeln, bei Gehaltsverhandlungen. Es geht um gleiche Rechte, gleiche Chancen und faire Verteilung von Verantwortung, unabhängig vom Geschlecht.

      Wenn Kinder erleben, dass Fürsorge und Karriere, Stärke und Einfühlungsvermögen nicht an ein Geschlecht gebunden sind, wächst eine Generation heran, die Gleichstellung nicht hinterfragt, sondern lebt.

      Also, worauf warten Sie noch?! Werden Sie aktiv und gestalten Sie Gleichstellung mit - jeden Tag, an jedem Ort, zu jeder Tageszeit! 



      Weitere Informationen:

  • #careshare 
    #equalcare 
    #gendercaregap
    #genderequity

    • Care Arbeit, CareShare, Equal Care, Gender Leisure Gap - Was ist das überhaupt? 

      Care-Arbeit umfasst alle unbezahlten Tätigkeiten, die das Leben am Laufen halten: Kinder betreuen, Angehörige pflegen, Hausarbeit erledigen, zuhören, organisieren und trösten. Diese Arbeit ist unverzichtbar für unser Zusammenleben, wird aber oft übersehen und ungleich verteilt – vor allem zwischen Männern und Frauen.

      Equal Care steht für die gleichberechtigte Verteilung dieser Sorgearbeit. Es geht darum, dass alle Geschlechter Verantwortung übernehmen und Sorgearbeit nicht länger als „Frauenarbeit“ verstanden wird.

      CareShare beschreibt das Prinzip, diese Aufgaben bewusst und fair aufzuteilen – in Familien, Partnerschaften, Unternehmen und der Gesellschaft. Fürsorge ist keine Privatsache, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung, die Anerkennung und Unterstützung verdient.

      Der Gender Leisure Gap macht die Auswirkungen sichtbar: Studien zeigen, dass Männer täglich über 1,5 Stunden mehr Freizeit haben als Frauen. Während Frauen ihre freie Zeit oft mit Care-Arbeit verbringen, nutzen Männer diese Zeit eher für Erholung oder Hobbys. Diese ungleiche Verteilung ist ein strukturelles Problem mit weitreichenden Folgen für Gleichstellung, Gesundheit und Lebensqualität.



      Zwischen Job, Kind und Küche - wo bleibt die Freizeit für Frauen? 

      Diese ungleiche Verteilung hat konkrete Folgen: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, steigen seltener auf, verdienen weniger und sind stärker von Altersarmut bedroht. Denn wer ständig für andere sorgt, hat weniger Zeit für sich selbst – für berufliche Entwicklung, für Erholung, für politische oder gesellschaftliche Teilhabe.

      Die Ursachen liegen nicht in persönlichen Entscheidungen, sondern in strukturellen Ungleichheiten. Studien zeigen: In Ländern mit familienfreundlicher Politik, guter Betreuungsinfrastruktur und gesellschaftlicher Unterstützung fällt der Gender Leisure Gap deutlich geringer aus. Das beweist: Politik und Kultur formen Freizeit und Gerechtigkeit – nicht individuelle Lebensstile.


      Faire Verteilung beginnt zu Hause - für mehr Gleichstellung durch equal care

      Ein Blick in den Alltag zeigt, wie tief das Ungleichgewicht verankert ist: Eine Frau steht früh auf, weckt das Kind, macht Frühstück, bringt es in die Kita und eilt zur Arbeit. Nach Feierabend holt sie das Kind wieder ab, erledigt den Einkauf, kocht für die Familie, räumt auf, bringt das Kind ins Bett – und kümmert sich oft noch um organisatorische Familienaufgaben. Zeit für sich selbst bleibt kaum. Und das ist kein Einzelfall, sondern Alltag für Millionen Frauen.

      Solange Frauen überproportional Sorgearbeit leisten, bleibt Gleichstellung ein leeres Versprechen. Es geht nicht nur um faire Arbeitszeiten, sondern um faire Lebenszeiten. Denn Zeit ist Macht: Wer weniger Zeit für sich selbst hat, hat weniger Einfluss, weniger Freiheit – und oft weniger Chancen auf persönliche und berufliche Entwicklung. Um dieses Problem zu lösen, kommt equal care infrage! 

      Equal Care bedeutet: Alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, tragen Verantwortung für Sorgearbeit – im Privaten wie im Beruflichen und nur wenn diese Arbeit gleich verteilt wird, schaffen wir echte Chancengleichheit.

      Um eine gerechte Verteilung von Care-Arbeit zu erreichen, brauchen wir: 

      • Gleichverteilung von Care-Arbeit – innerhalb von Familien und sichtbar im öffentlichen Diskurs.

      • Arbeitszeitmodelle, die Care ermöglichen – etwa reduzierte Vollzeit, Care-Zeit oder flexible Lösungen für alle Geschlechter.

      • Bessere Infrastruktur – kostenfreie Kitas, flächendeckende Betreuungsangebote und konkrete Entlastung für pflegende Angehörige.

      • Einen Wandel der Rollenbilder – Care-Arbeit darf nicht weiter als „Frauensache“ gelten, sondern muss als gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung verstanden werden.

      • Anerkennung und Sichtbarkeit – Sorgearbeit ist systemrelevant und verdient politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertschätzung.

      Equal Care ist kein Ideal, sondern die Grundlage für eine gerechtere Zukunft. Und sie beginnt dort, wo es am meisten zählt: zu Hause – bei der Aufteilung von Zeit, Verantwortung und Fürsorge.



      Selbst von ungerechter Zeitverteilung betroffen? 

      Brauchen Sie vielleicht einen Rat, wie Sie mit dieser Arbeit am besten umgehen sollen? 
       Care Councelling

      Möchten Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über die gerechte Aufteilung dieser Arbeit reden?
      Alltagsfeministinnen Reflexionsgespräch 

      Wollen Sie herausfinden, wie du deine Sorgearbeit berechnen kannst? 
      Carerechner


      Equal care und Care share im Fokus - warum das Thema immer wichtiger wird 

      Weiterführende Informationen 

      Das Thema Equal Care und die gerechte Verteilung von Sorgearbeit sind heute wichtiger denn je. Immer mehr Menschen erkennen, wie entscheidend eine faire Aufteilung von Care-Arbeit für Gleichstellung, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Dieses Thema gewinnt stetig an Aufmerksamkeit und Bedeutung – nicht nur privat, sondern auch politisch und wirtschaftlich.

      Weiterführende Informationen finden Sie unter: 

  • #mentalload
    #heforshe
    #careshare 
    #selbstbestimmung
    #rabenmutter
    #equalcare 


    • Mental load - die unsichtbare Last im Kopf 

      Mental Load bezeichnet die ständige geistige Belastung, die durch das Planen, Organisieren und Erinnern an alltägliche Aufgaben entsteht. Es ist die unsichtbare To-Do-Liste im Kopf, die dafür sorgt, dass immer jemand daran denkt, was noch erledigt werden muss.

      Typische Alltagsbeispiele: den Geburtstagskuchen für die Kita organisieren, den Elternabend vormerken, an den Impftermin denken, den Vorrat an Windeln im Blick behalten oder rechtzeitig neue Sportsachen kaufen. Dabei geht es nicht um die Ausführung der Aufgaben selbst – sondern um das dauerhafte Mitdenken, Erinnern und Koordinieren.

      Diese Form der mentalen Verantwortung übernehmen überwiegend Frauen – zusätzlich zur Erwerbsarbeit. Das Bundesfamilienministerium macht auf diesen Ungleichstand aufmerksam:„Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Hausarbeit, Ehrenamt: Frauen wenden pro Tag im Durchschnitt 44,3 Prozent mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer. Dieser Unterschied wird als Gender Care Gap bezeichnet.“

      Achtung: Mental Load ist ein Teil dieser unbezahlten Sorgearbeit – aber nicht deckungsgleich mit ihr. Während der Gender Care Gap messbare Zeitdifferenzen bei tatsächlicher Tätigkeit beschreibt, verweist Mental Load auf die oft unsichtbare, schwer messbare geistige Belastung, die damit verbunden ist. Beide Phänomene hängen eng zusammen, lassen sich aber nicht vollständig voneinander trennen.

      Sichtbar machen, was oft verborgen bleibt – das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu echter Gleichstellung, denn faire Arbeitsteilung beginnt nicht erst bei der Ausführung, sondern schon bei der Verantwortung im Kopf! 



      Mental Load - mehr als ToDo-Listen

      Mental Load ist nicht einfach nur das Schreiben von To-do-Listen – es ist das unaufhörliche Mitdenken, Planen, Erinnern, Koordinieren. Es bedeutet, ständig im Kopf zu haben, dass die Milch bald leer ist, dass das Kind neue Turnschuhe braucht und dass die Zahnarzttermine organisiert werden müssen. Noch bevor Aufgaben sichtbar werden, hat jemand bereits darüber nachgedacht – und oft ist es die Frau.

      Während Männer im Schnitt eher einzelne Aufgaben übernehmen („Sag mir, was ich tun soll“), tragen Frauen häufiger die Gesamtverantwortung. Sie behalten nicht nur im Blick, was heute zu tun ist, sondern was nächste Woche, im nächsten Monat, bei der Einschulung oder dem nächsten Geburtstag bedacht werden muss.

      Diese unsichtbare, mentale Belastung hat Folgen: Erschöpfung, Gereiztheit, das Gefühl, für alles allein zuständig zu sein – obwohl man vielleicht längst in einer „gleichberechtigten“ Beziehung lebt. Der Schein trügt, wenn die Aufgaben fair geteilt erscheinen, die Planungslast aber auf nur einer Schulter liegt.

      Mental Load ist kein persönliches Versagen – sondern ein strukturelles Problem, das tief mit traditionellen Geschlechterrollen verbunden ist. Wer Gleichstellung ernst meint, muss nicht nur Aufgaben, sondern auch Verantwortung teilen.



      Mental Load und was Sie dagegen tun können! 

      Mental Load wird oft übersehen – dabei ist das Sichtbarmachen der erste Schritt zur Veränderung. So können Sie aktiv gegen die unsichtbare Belastung vorgehen:

      • Sprechen Sie offen darüber:
        Reden Sie mit Partner:innen, Familie oder Mitbewohner:innen über all die Aufgaben, die im Kopf mitlaufen – nicht nur über das Tun, sondern auch über das Planen, Erinnern und Organisieren.

      • Verantwortung statt nur Aufgaben teilen:
        Wer eine Aufgabe übernimmt, sollte auch für die Planung verantwortlich sein.
        Beispiel: Wer das Schulfrühstück macht, denkt auch selbst daran – ohne Erinnerung oder Liste.

      • Digitale Hilfsmittel nutzen:
        Gemeinsame Kalender oder To-do-Apps können helfen, Aufgaben sichtbarer und gerechter zu verteilen.

      • Über Belastung sprechen, nicht nur über Termine:
        Der Austausch über das, was „mental mitschwingt“, ist genauso wichtig wie über das, was konkret ansteht.

      • Seien Sie achtsam mit sich selbst:
        Mental Load ist kein persönliches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Es ist in Ordnung, sich überfordert zu fühlen – und wichtig, sich Unterstützung zu holen.



      Mental Load und was die THD dagegen macht! 

      Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) setzt sich aktiv für Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie ein – auch mit Blick auf die unsichtbare Belastung durch Mental Load.

      Zu den bestehenden Angeboten gehören:

      • Familienservice und Elternberatung
      • Flexible Studien- und Arbeitszeitmodelle
      • Workshops und Informationsveranstaltungen zu Gendergerechtigkeit und Care-Arbeit
      • Sensibilisierungsmaßnahmen durch Gleichstellungsarbeit und Diversity-Angebote

      Mit diesen Maßnahmen möchte die THD Mental Load sichtbar machen, entlasten und einen Beitrag zu mehr Gleichstellung im Hochschulalltag leisten.

      Und Sie können mitwirken:

      • Besuchen Sie Veranstaltungen und Informationsangebote
      • Bringen Sie Ihre Perspektiven ein – im Studium, im Team, im Kollegium
      • Sprechen Sie offen über Belastungen und Verantwortlichkeiten


      Gleichstellung entsteht nicht von allein – sie braucht Engagement, Offenheit und den Mut, Dinge zu verändern. Helfen Sie mit, damit unsichtbare Arbeit sichtbar und fair verteilt wird.


      Weitere Infos zum Thema Mental Load finden Sie unter: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294

  • #heforshe 
    #genderbias

    • Sexismus - Bedeutung und Folgen

      Sexismus beschreibt die Abwertung, Benachteiligung oder Unterdrückung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Auch die Annahme, dass es eine natürliche Rangordnung der Geschlechter gebe – bei der eines „besser“ oder „stärker“ sei als das andere – fällt darunter. Besonders häufig sind Mädchen und Frauen von dieser Form der Diskriminierung betroffen.

      Sexismus zeigt sich auf unterschiedliche Weise und wird individuell wahrgenommen. Er kann zu mentalen und körperlichen Belastungen führen, die Lebensqualität einschränken und langfristige Folgen für die Betroffenen haben. Doch auch gesellschaftlich hat Sexismus Konsequenzen: Er fördert die Toleranz gegenüber Gewalt und untergräbt das gemeinsame Wohl und die Chancengleichheit.

      Deshalb gilt: Nicht wegsehen – sondern bewusst hinsehen und handeln. Nur so lässt sich eine faire und respektvolle Gesellschaft für alle schaffen



      "Das ist doch nichts für Frauen!" - Wie Sexismus im Alltag wirkt 

      In einem Meeting schlägt eine junge Ingenieurin eine Lösung für ein technisches Problem vor. Ihr Vorschlag wird ignoriert – bis ein männlicher Kollege denselben Punkt äußert und dafür Lob erhält. Ein Einzelfall? Leider nicht.

      Solche Situationen passieren täglich – in Büros, Klassenzimmern, Werkstätten. Sexismus beginnt oft subtil, etwa durch abwertende Bemerkungen, das ständige Unterbrechen von Frauen oder das Infragestellen ihrer Kompetenz. Es geht nicht nur um offene Diskriminierung, sondern auch um strukturelle Ungleichheiten, die tief in gesellschaftlichen Erwartungen verankert sind.

      Die Folgen sind gravierend: Weniger Sichtbarkeit, geringeres Vertrauen in die eigene Leistung, Stress und mentale Belastung. Sexismus schränkt berufliche Chancen ein, untergräbt Selbstwertgefühl – und wirkt sich letztlich auf ganze Organisationen und die Gesellschaft aus. Wenn Talente übersehen werden, bleibt Potenzial ungenutzt.

      Sexismus ist kein Problem einzelner, sondern ein systemisches. Wer nicht betroffen ist, hat die Verantwortung hinzusehen – und aktiv zu widersprechen. Denn Gleichstellung beginnt dort, wo Ungleichheit nicht mehr übersehen wird.



      Geteilte Realität, unterschiedliche Wahrnehmung 

      Laut einer Pilotstudie zur Wahrnehmung von Sexismus im Alltag beobachten nur 5 % der Männer, aber 12 % der Frauen mehrmals pro Woche sexistische Situationen – obwohl beide meist in denselben Alltagswelten leben. Auch wöchentlich berichten 18 % der Frauen, aber nur 9 % der Männer von solchen Erfahrungen. Insgesamt nehmen 50 % der Männer überhaupt keinen Sexismus in ihrem Umfeld wahr – bei den Frauen sind es nur 33 %.

      Diese Unterschiede sind statistisch signifikant – und zeigen: Frauen und Männer erleben zwar denselben Alltag, deuten ihn aber unterschiedlich. Die Ursachen liegen u. a. in geschlechtsspezifischer Sozialisation und Alltagskultur. Es gibt keinen neutralen Standpunkt – nur unterschiedliche Sensibilitäten. Und genau hier beginnt die gesellschaftliche Herausforderung



      Weitere Informationen:

    • Catcalling: Wenn Worte übergriffig werden 

      Viele Frauen kennen es: Man geht die Straße entlang, denkt an nichts Besonderes – und plötzlich ruft jemand hinterher: „Hübsches Kleid!“ oder pfeift einem nach. Für Außenstehende mag das harmlos wirken, doch für die Betroffenen ist es oft unangenehm, entwürdigend und beängstigend.

      Dieses Verhalten hat einen Namen: Catcalling. Es bezeichnet anzügliche oder belästigende Kommentare im öffentlichen Raum, die fast immer auf Frauen abzielen. Obwohl es häufig als „harmloses Flirten“ verharmlost wird, ist Catcalling eine Form sexueller Belästigung, die das Sicherheitsgefühl einschränkt und Frauen das Gefühl gibt, ständig beobachtet und bewertet zu werden.

      In Ländern wie Deutschland wird daher zunehmend über gesetzliche Maßnahmen diskutiert, um Catcalling unter Strafe zu stellen. Auch Organisationen wie Plan International setzen sich mit Aufklärungskampagnen für mehr Sensibilität ein und geben Betroffenen konkrete Handlungsempfehlungen.

      Wichtig ist: Es braucht nicht nur Gesetze, sondern auch Zivilcourage. Männer können und sollten ihre Stimme erheben, wenn sie Belästigung beobachten. Menschen wie Nils Pickert, die sich öffentlich für Gleichstellung stark machen, zeigen: Es geht nicht nur um Frauenrechte – es geht um Respekt und Verantwortung in der gesamten Gesellschaft


      Weiterführende Informationen:

  • #verhütung

    • Verhütung ist Verantwortung für alle!

      Verhütung schützt vor ungewollten Schwangerschaften und verringert das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Dabei gilt: Keine Methode bietet hundertprozentigen Schutz – das sollte allen bewusst sein.

      Es gibt zahlreiche Verhütungsmethoden, von denen die meisten den weiblichen Körper betreffen. Doch daraus abzuleiten, dass Verhütung allein Sache der Frau sei, ist ein Irrtum. Auch Männer tragen Verantwortung und müssen sich mit den möglichen Folgen ungeschützten Geschlechtsverkehrs auseinandersetzen.

      Eine geschlechterübergreifende Sensibilisierung für das Thema Verhütung ist daher unerlässlich – für mehr Gleichberechtigung, Aufklärung und gemeinsame Verantwortung. 




      Warum Verhütung auch Männersache ist 

      Jonas und Lisa sind seit einem halben Jahr zusammen. Beim Thema Verhütung verlässt sich Jonas darauf, dass Lisa „sowieso die Pille nimmt“. Er selbst beschäftigt sich kaum mit der Frage, welche Verantwortung er trägt – bis Lisa ihm eines Abends sagt, dass sie die Pille abgesetzt hat, weil sie sie körperlich und psychisch belastet.

      Was für Lisa Alltag ist – Zyklus im Blick behalten, an die Einnahme denken, Nebenwirkungen aushalten – ist für viele Männer immer noch unsichtbar. Dabei geht es nicht nur um körperliche Verhütung, sondern auch um emotionale und finanzielle Verantwortung.

      Verhütung darf keine Einbahnstraße sein. Männer müssen lernen, sich mit Methoden, Risiken und Nebenwirkungen auseinanderzusetzen, offen zu sprechen – und Verantwortung zu teilen. Ob Kondome, gemeinsame Entscheidungen oder medizinische Alternativen: Gleichberechtigung beginnt auch hier.

      Denn wer gemeinsam Sex hat, sollte auch gemeinsam für Sicherheit sorgen.





      Verhütung ist Teamarbeit 

      Tom und Nina führen eine gleichberechtigte Beziehung – zumindest dachten sie das. Doch als Nina vorschlägt, dass Tom sich über Kondome oder eine mögliche Vasektomie informiert, ist er überrascht: „Ist das nicht eher dein Thema?“

      Diese Reaktion ist weit verbreitet – und zeigt, wie tief verwurzelt die Vorstellung ist, dass Verhütung vor allem Frauensache sei. Dabei gibt es auch für Männer Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen: vom Kondom über die Beteiligung an der Verhütungsplanung bis hin zur dauerhaften Sterilisation.

      Was dabei oft vergessen wird: Viele hormonelle Verhütungsmethoden, die Frauen nutzen, greifen massiv in den Körper ein. Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Migräne, Libidoverlust oder Thromboserisiken werden häufig in Kauf genommen – aus dem Gefühl heraus, „verantwortlich“ zu sein.

      Verhütung sollte kein einseitiger Kompromiss sein, sondern ein partnerschaftlicher Aushandlungsprozess. Wer gemeinsam Entscheidungen trifft, schützt nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, sondern stärkt auch das Vertrauen und die Gleichberechtigung in der Beziehung.

      Gleiche Rechte – gleiche Verantwortung: Verhütung geht beide etwas an, auch die Gesundheit. 



      Verhütung im Wandel: Kondom überholt Pille als beliebtestes Mittel 

      Laut derBZgA-Studie „Verhütungsverhalten Erwachsener 2023“ hat sich das Verhütungsverhalten in Deutschland deutlich verändert. Erstmals seit 2007 ist das Kondom mit 53 % das am häufigsten genutzte Verhütungsmittel und überholt damit die Pille, deren Nutzung auf 38 % zurückgegangen ist . Diese Entwicklung spiegelt eine zunehmende Skepsis gegenüber hormonellen Verhütungsmethoden wider: 61 % der Befragten befürchten negative Auswirkungen auf Körper und Psyche durch hormonelle Verhütung. 

      Insbesondere bei jungen Erwachsenen ist der Rückgang der Pillennutzung ausgeprägt. Bei den 18- bis 29-Jährigen sank der Anteil der Pillennutzenden innerhalb von zwölf Jahren von 72 % auf 46 %. Gleichzeitig verwenden mit 18 % inzwischen deutlich mehr junge Erwachsene eine Spirale als mit 3 % im Jahr 2011.

      Die Studie zeigt, dass gesundheitliche Aspekte und die Verträglichkeit entscheidende Kriterien bei der Wahl des Verhütungsmittels sind; für 39 % der sexuell aktiven Erwachsenen ist die Zuverlässigkeit und für 30 % die einfache Anwendung wichtig, für 25 % spielt die gute Verträglichkeit eine Rolle. 

      Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer geschlechterübergreifenden Sensibilisierung für das Thema Verhütung. Verhütung sollte als gemeinsame Verantwortung verstanden werden, bei der beide Partner sich mit Methoden, Risiken und Nebenwirkungen auseinandersetzen und gemeinsam Entscheidungen treffen. 



      Weitere Informationen: 

  • #rabenmutter
    #kinderwunsch
    #selbstbestimmt

    • Gleichberechtigung beginnt bei der Familienplanung: Herausforderungen und Chancen für Eltern 

      Schwangerschaft und Elternschaft bringen für viele Familien große Herausforderungen mit sich – vor allem, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. In Deutschland ist die Verteilung der Care-Arbeit nach wie vor ungleich: Ein Großteil der unbezahlten Sorgearbeit wird von Müttern übernommen.

      Maßnahmen wie Elternzeit für Väter oder Modelle der 50/50-Elternschaft bieten Ansätze für mehr Gleichberechtigung in der Aufgabenteilung. Doch auch hier zeigen sich gesellschaftliche Hürden: Viele Männer berichten, dass sie bei der Inanspruchnahme von Elternzeit auf Unverständnis oder sogar Benachteiligung am Arbeitsplatz stoßen.

      Umgekehrt stoßen Frauen, die sich bewusst gegen ein Kind entscheiden, häufig auf Unverständnis im sozialen Umfeld – als müsse Mutterschaft zum weiblichen Lebensentwurf gehören.

      Diese Beispiele zeigen: Gleichstellung in Familie und Beruf beginnt nicht erst nach der Geburt – sondern mit einer offenen, respektvollen Haltung gegenüber individuellen Lebensentscheidungen



      Ungewollte Kinderlosigkeit - Ein unterschätztes gesellschaftliches Thema 

      Laut der Studie „Ungewollte Kinderlosigkeit 2020“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist ungewollte Kinderlosigkeit kein Randphänomen, sondern betrifft viele Menschen in Deutschland. Die Untersuchung zeigt, dass zahlreiche Frauen und Männer mit einem unerfüllten Kinderwunsch konfrontiert sind und dabei oft auf Informationsdefizite und mangelnde Unterstützung stoßen. 

      Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der hohe Informationsbedarf hinsichtlich der Fruchtbarkeit und der Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin. Viele Betroffene verfügen über unzureichendes Wissen über die Veränderungen der Fruchtbarkeit im Lebensverlauf und die Ursachen eingeschränkter Fruchtbarkeit. Dies führt dazu, dass medizinische Untersuchungen und Beratungen häufig erst spät in Anspruch genommen werden. 

      Die Studie betont die Notwendigkeit, frühzeitig über Fruchtbarkeit und reproduktive Gesundheit aufzuklären sowie Unterstützungsangebote bekannter zu machen. Ziel ist es, betroffene Paare besser zu informieren und ihnen Mut zu machen, sich mit ihrem Kinderwunsch auseinanderzusetzen und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. 



      Elternschaft im Wandel - Herausforderungen und Chancen für Familien in Deutschland 

      Dem Bericht „Eltern sein in Deutschland“ zufolge, der als Neunter Familienbericht vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht wurde, stehen Eltern in Deutschland vor vielfältigen Herausforderungen. Der Bericht beleuchtet die gesellschaftlichen Trends, die das Familienleben prägen, und gibt Empfehlungen für eine wirksame Familienpolitik. 

      Eltern sehen sich mit steigenden Anforderungen konfrontiert, darunter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Förderung ihrer Kinder und die Bewältigung komplexer Familienstrukturen. Der Bericht betont die Notwendigkeit, Eltern durch flexible Arbeitszeitmodelle, hochwertige Kinderbetreuung und gezielte Unterstützungsangebote zu entlasten. Zudem wird die Bedeutung einer partnerschaftlichen Aufgabenteilung hervorgehoben, um Gleichberechtigung innerhalb der Familie zu fördern.

      Die Empfehlungen des Berichts zielen darauf ab, Eltern in ihrer Rolle zu stärken und ihnen die notwendigen Ressourcen bereitzustellen, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden. Eine familienfreundliche Politik, die die Bedürfnisse von Eltern berücksichtigt, ist entscheidend für das Wohlbefinden von Familien und die Entwicklung von Kindern in Deutschland. 



      Alleinerziehende in Deutschland: zwischen Verantwortung und Armutsrisiko 

      Dem aktuellen Factsheet der Bertelsmann Stiftung zufolge leben in Deutschland 1,7 Millionen alleinerziehende Familien mit minderjährigen Kindern – das entspricht etwa jeder fünften Familie. Acht von zehn Alleinerziehenden sind Frauen, die häufig die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung tragen. Trotz hoher Erwerbsbeteiligung – 71,4 % der alleinerziehenden Mütter und 87,1 % der Väter sind berufstätig – sind 41 % dieser Familien armutsgefährdet. Ein Drittel der Kinder in alleinerziehenden Haushalten erhält Unterhaltsvorschuss, da regelmäßige und vollständige Unterhaltszahlungen oft ausbleiben. Der Bericht betont die Notwendigkeit gezielter politischer Maßnahmen, wie einer verbesserten Kindergrundsicherung, um die finanzielle Situation Alleinerziehender nachhaltig zu verbessern. 


      Weitere Informationen:

    • Sexualisierte Gewalt - Macht, Kontrolle und ihre tiefen Spuren 

      Sexualisierte Gewalt bezeichnet jede Form von Gewalt, bei der sexuelle Handlungen zur Ausübung von Macht und Kontrolle missbraucht werden. Dabei steht nicht die Sexualität im Vordergrund, sondern der Versuch, durch Übergriffe Dominanz auszuüben.

      Die Folgen für die Betroffenen sind oft tiefgreifend – körperlich wie seelisch – und können ein Leben lang nachwirken. Spezialisierte Beratungsstellen und Hilfsorganisationen bieten rechtliche, psychologische und emotionale Unterstützung, um den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu erleichtern.

      Zahlen belegen: Besonders häufig findet sexualisierte Gewalt in Partnerschaften statt. Frauen und Kinder sind besonders betroffen – doch auch Männer können Opfer werden. Dies bleibt allerdings vielfach unsichtbar, da gesellschaftliche Tabus und Scham eine offene Auseinandersetzung erschweren.

      Deshalb sind umfassende Aufklärung und gezielte Prävention entscheidend – nicht nur, um Schutz zu stärken, sondern auch, um Betroffenen Gehör und Hilfe zu verschaffen. 



      „Es war doch nur ein Missverständnis?“ – Warum sexualisierte Gewalt kein Einzelfall ist

      Lena* sitzt in der U-Bahn, als ein Mann sich dicht neben sie stellt, obwohl genügend Platz ist. Er kommentiert ihr Aussehen, versucht, sie zu berühren. Sie steht auf, geht weg – doch das Gefühl bleibt: Scham, Angst, Wut. Am nächsten Tag geht sie trotzdem zur Arbeit, als wäre nichts gewesen. So wie viele andere auch.

      Sexualisierte Gewalt beginnt nicht erst bei einer Vergewaltigung. Sie zeigt sich oft im Alltag – durch übergriffige Kommentare, unerwünschte Berührungen, Ausnutzung von Abhängigkeiten oder Machtverhältnissen. Dabei geht es nicht um Sexualität, sondern um Kontrolle und Macht. Und sie hinterlässt Spuren.

      Die Folgen für Betroffene sind tiefgreifend: Angststörungen, Schlafprobleme, ein erschüttertes Selbstwertgefühl, psychosomatische Beschwerden – viele leiden jahrelang. Manche entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), verlieren das Vertrauen in ihr Umfeld oder ziehen sich sozial zurück. Nicht selten sind die Auswirkungen auch beruflich oder familiär spürbar.

      Doch das Schweigen schützt die Täter – nicht die Opfer.
      Deshalb braucht es uns alle:

      • Hinschauen statt wegsehen.

      • Betroffenen glauben und sie ernst nehmen.

      • Grenzüberschreitungen klar benennen.

      • Initiativen und Hilfsangebote unterstützen.

      • Strukturen hinterfragen, die solche Übergriffe ermöglichen oder verharmlosen.

      Sexualisierte Gewalt ist kein Frauenproblem – sie ist ein gesellschaftliches Problem. Und sie betrifft uns alle.
      Also: Worauf warten Sie noch? Werden Sie aktiv


      *Name geändert. Beispiel basiert auf realen Erfahrungsberichten




      „War doch nur ein Kompliment, oder?“ – Sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz erkennen und benennen

      Julia arbeitet seit sechs Monaten in einem mittelständischen Unternehmen. Schon beim Vorstellungsgespräch kommentierte der Abteilungsleiter ihr Aussehen. Im Arbeitsalltag nennt er sie „Sonnenschein“, steht auffallend nah, macht anzügliche Witze und „streift aus Versehen“ ihre Schulter. Wenn sie sich distanziert zeigt, heißt es, sie sei empfindlich oder humorlos.

      Sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz ist kein Einzelfall – sie kann jede und jeden treffen, betrifft jedoch überdurchschnittlich häufig Frauen. Sie äußert sich durch unangemessene Bemerkungen, aufdringliche Blicke, unerwünschte Berührungen oder die Androhung beruflicher Nachteile bei Zurückweisung.

      Die Folgen für Betroffene sind gravierend: psychischer Stress, Leistungsabfall, innere Kündigung, Angst, Depressionen oder sogar der Jobwechsel. Betroffene fühlen sich oft isoliert oder schämen sich, über das Erlebte zu sprechen – aus Angst, nicht ernst genommen zu werden oder die eigene Karriere zu gefährden.

      Dabei ist klar:
      Sexualisierte Gewalt ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Verletzung persönlicher Grenzen und gesetzlich verboten.

      Was wir alle tun können:

      • Wachsam sein – und nicht schweigen, wenn Kolleg*innen betroffen sind.

      • Betroffene ernst nehmen und unterstützen.

      • Klare Beschwerdewege und Ansprechpersonen im Unternehmen etablieren.

      • Führungskräfte sensibilisieren und verpflichten.

      • Eine Unternehmenskultur fördern, in der Respekt selbstverständlich ist.

      Jede Organisation trägt Verantwortung. Jeder Mensch hat ein Recht auf einen sicheren Arbeitsplatz.
      Sexualisierte Gewalt darf keinen Platz im Berufsleben haben – nirgendwo.
      Also: Worauf warten Sie noch? Machen Sie den Unterschied!



      "Unsichtbare Hürden – Sexualisierte Gewalt in der Wissenschaft"

      In der Vorlesung, auf Konferenzen oder beim Forschungsaufenthalt im Ausland – viele Frauen in der Wissenschaft erleben sexualisierte Gewalt oder grenzüberschreitendes Verhalten. Häufig bleibt das Erlebte unausgesprochen, aus Angst vor Konsequenzen für die Karriere, fehlenden Ansprechpersonen oder der Vorstellung, dass „man das eben aushalten muss, um weiterzukommen“.

      Sexualisierte Gewalt in wissenschaftlichen Kontexten hat viele Gesichter: abwertende Kommentare, anzügliche Einladungen durch Vorgesetzte, unerwünschte Nähe in einem Machtgefälle – und immer wieder Schweigen im Kollegium. Gerade in hierarchischen Strukturen, in denen oft Abhängigkeiten zwischen Promovierenden und Betreuenden bestehen, fehlt Betroffenen der sichere Raum, um Übergriffe zu thematisieren.

      Die Folgen sind massiv: Frauen ziehen sich aus bestimmten Fachbereichen zurück, brechen Karrieren ab oder meiden internationale Kooperationen – nicht aus Desinteresse, sondern aus Selbstschutz. So entstehen stille Ausschlüsse aus Forschung und Wissenschaft – und der Verlust von Vielfalt, Ideen und Talenten.

      Was es jetzt braucht:

      • Verbindliche Schutzkonzepte und klare Anlaufstellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen

      • Unabhängige Beschwerdestrukturen, die Machtasymmetrien berücksichtigen

      • Aufklärung, Schulungen und Sensibilisierung auf allen Karrierestufen

      • Mutige Solidarität und aktive Unterstützung für Betroffene

      Wissenschaft lebt von Freiheit und Fairness – sexualisierte Gewalt ist ihr Gegenteil!




      „Nicht wegsehen – handeln bei sexualisierter Gewalt“

      Sexualisierte Gewalt kann überall vorkommen – im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Universität oder im privaten Umfeld. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie Sie reagieren können – ob Sie selbst betroffen sind oder eine solche Situation beobachten. Denn Schweigen schützt die Falschen.

      Wenn Sie selbst betroffen sind:

      • Sie tragen keine Schuld. Die Verantwortung liegt immer bei der Person, die übergriffig wurde – niemals bei Ihnen.

      • Sprechen Sie mit jemandem, dem Sie vertrauen. Ob Freundin, Kollegin oder Familienmitglied – über das Erlebte zu reden, kann entlasten.

      • Holen Sie sich professionelle Hilfe. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (08000 116 016) oder spezialisierte Beratungsstellen beraten anonym, kostenlos und vertraulich.

      • Dokumentieren Sie den Vorfall. Notieren Sie Datum, Uhrzeit, Ort und beteiligte Personen – das kann später hilfreich sein.

      • Denken Sie über eine Anzeige nach. Es ist Ihr gutes Recht, Anzeige zu erstatten – ob Sie diesen Schritt gehen, entscheiden allein Sie. Auch hier bieten Beratungsstellen Unterstützung.

      Wenn Sie sexualisierte Gewalt beobachten:

      • Zeigen Sie Zivilcourage. Sprechen Sie die betroffene Person an: „Geht es Ihnen gut? Ich habe das gesehen.“

      • Holen Sie Hilfe. Sprechen Sie Umstehende an, wenden Sie sich an Sicherheitsdienste oder rufen Sie in akuten Fällen die Polizei.

      • Stellen Sie sich klar gegen das Verhalten – nicht gegen das Opfer. Fragen wie „Warum haben Sie nicht reagiert?“ oder „Was hatten Sie an?“ sind unangemessen und verletzend.

      • Bieten Sie Unterstützung an. Auch Zuhören oder das Begleiten zu einer Beratungsstelle ist wertvoll.

      • Thematisieren Sie das Thema. Ob im Kolleg*innenkreis, in der Familie oder im Verein – je sichtbarer sexualisierte Gewalt ist, desto besser kann sie bekämpft werden.

      Sexualisierte Gewalt ist kein Randproblem – sie geht uns alle an. Ihre Stimme, Ihr Handeln, Ihre Solidarität machen einen Unterschied.

      Also: Worauf warten Sie noch? Werden Sie aktiv!!



      Weiterführende Informationen: 

  • #gernderbias 
    #gendermedicine


    • Unsichtbare Unterschiede - Warum Geschlecht in der Medizin zählt

      Gendermedizin beschäftigt sich mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Krankheitsverläufen, Symptomen und der Wirkung von Medikamenten. Denn Frauen und Männer erkranken nicht nur unterschiedlich häufig, sondern reagieren auch verschieden auf Behandlungen.

      Ein konkretes Beispiel: Herzinfarkte äußern sich bei Frauen oft durch andere Symptome als bei Männern – etwa durch Übelkeit, Rückenschmerzen oder Müdigkeit anstelle der typischen Brustschmerzen. Diese Abweichungen führen häufig zu Fehldiagnosen oder einer verspäteten Behandlung – mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen. Auch Medikamente wirken nicht bei allen gleich: Frauen benötigen oft andere Dosierungen, da sie Wirkstoffe teilweise langsamer abbauen – was zu stärkeren Nebenwirkungen führen kann.

      Ziel der Gendermedizin ist es, solche Unterschiede systematisch zu erforschen und in Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen. Nur so lässt sich eine individuellere und gerechtere medizinische Versorgung sicherstellen.

      Trotz wachsender Erkenntnisse steckt die Gendermedizin in vielen Bereichen noch in den Anfängen. Doch zahlreiche Initiativen und Forschungseinrichtungen arbeiten daran, den geschlechtsspezifischen Blick stärker in medizinischer Ausbildung und Praxis zu verankern – für eine Medizin, die allen Geschlechtern gerecht wird. 




      Geschlechtsspezifische Medizin: Mehr als nur ein Unterschied

      Geschlechtsspezifische Medizin beschäftigt sich damit, wie Krankheiten bei Frauen und Männern unterschiedlich verlaufen und behandelt werden sollten. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil biologische Unterschiede wie Hormone, Genetik und Körperbau den Krankheitsverlauf und die Wirkung von Medikamenten beeinflussen können.

      Ein Beispiel aus dem Alltag ist die Depression: Frauen und Männer zeigen oft unterschiedliche Symptome. Frauen leiden häufiger unter Traurigkeit und Angst, während Männer eher durch Reizbarkeit oder Aggression auffallen. Wenn diese Unterschiede nicht beachtet werden, kann das zu Fehldiagnosen oder unpassenden Therapien führen.

      Auch Medikamente wirken unterschiedlich: Dosierungen, die für Männer entwickelt wurden, können bei Frauen zu Nebenwirkungen oder einer geringeren Wirkung führen. Werden diese Unterschiede ignoriert, leidet die Behandlungsqualität, was zu schlechteren Heilungschancen und höherer Sterblichkeit führen kann.

      Deshalb ist es wichtig, dass Forschung und medizinische Praxis geschlechtsspezifisch angepasst werden, um optimale Gesundheitsversorgung für alle zu gewährleisten. 



      "Gendermedizin: Wenn die Diagnose vom Geschlecht abhängt"

      Laut ARD-Alpha wurde in der Medizin über Jahrzehnte hinweg der männliche Körper als Norm betrachtet - mit gravierenden Folgen für die Gesundheit von Frauen. Frauen wurden bis in die 1990er-Jahre in vielen klinischen Studien systematisch ausgeschlossen. Ein Verbot der US-Arzneimittelbehörde FDA nach einem Medikamentenskandal in den 1970ern untersagte sogar die Teilnahme gebärfähiger Frauen an Studien - Medikamente wurden somit fast ausschließlich an Männern getestet und später Frauen verabreicht, ohne gesicherte Erkenntnisse über Wirkung oder Nebenwirkungen. 

      Diese Forschungslücke hat Konsequenzen: So werden Symptome bei Frauen, etwa bei Autoimmunerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme, häufig übersehen oder falsch gedeutet. Darüber hinaus sind Krankheiten, die vor allem Frauen betreffen, wie Endometriose oder Osteoporose, bis heute unterforscht. 

      Erst in den letzten Jahren wächst das Bewusstsein für die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Medizin. Wissenschaftlerinnen wie Vera Regitz-Zagrosek habe an der Berliner Charité wichtige Grundlagen gelegt und die sogenannte Gendermedizin als eigenständiges Forschungsfeld etabliert. 



      Weiterführende Informationen und Artikel zur geschlechtsspezifischen Medizin finden Sie hier:


  • #rente 
    #altersarmut


    • Was ist Altersdiskriminierung? 

      Altersdiskriminierung bezeichnet die Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Lebensalters – sei es jung oder alt. 

      Besonders ältere Menschen erleben im Berufsleben, im Gesundheitswesen oder im Alltag häufig subtilen oder offenen Ausschluss: Sie gelten als weniger belastbar, weniger lernfähig oder nicht mehr „zeitgemäß“. Diese Vorurteile führen nicht nur zu sozialen Ungleichheiten, sondern wirken sich auch negativ auf das Selbstbild und die Lebensqualität der Betroffenen aus. Trotz des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung sind altersbedingte Stereotype noch tief in unserer Gesellschaft verankert.

      Wie verbreitet Altersdiskriminierung tatäschlich ist und welche konkreten Auswirkungen sie auf Betroffene hat, zeigt die Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie verdeutlicht, wie stereotype Annahmen und gesellschaftliche Vorurteile gegenüber älteren Menschen Diskriminierung verstärken. 


       Studie „Altersbilder und Altersdiskriminierung in Deutschland“

      Die Studie „Altersbilder und Altersdiskriminierung in Deutschland“  der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 2.000 Personen ab 16 Jahren deutlich, wie stark altersbezogene Vorurteile in der Gesellschaft verankert sind: So vertreten 32 % der Befragten die Ansicht, ältere Menschen sollten zugunsten jüngerer Generationen auf wichtige berufliche und gesellschaftliche Rollen verzichten. 51 % sprechen sich für eine Altersgrenze bei politischen Ämtern – etwa bei 70 Jahren – aus. Mehr als die Hälfte (53 %) glaubt, dass ältere Menschen keinen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt leisten, und 40 % sind der Meinung, sie würden die jüngere Generation bei der Bewältigung des Klimawandels im Stich lassen. Diese Einschätzungen verdeutlichen, wie tiefgreifend stereotype Altersbilder – so die Antidiskriminierungsstelle des Bundes – Diskriminierung begünstigen und das generationenübergreifende Miteinander belasten können.


      Nie das richtige Alter?

       Wie Altersbilder Frauen auf dem Karriereweg ausbremsen

      Ein Bewerbungsgespräch, wie es viele Frauen kennen: Die Qualifikation stimmt, der Lebenslauf ist überzeugend – doch plötzlich kommt eine Frage wie aus dem Nichts: „Wie sieht es eigentlich mit der Familienplanung aus?“ Eine Frage, die Männern so gut wie nie gestellt wird – und die auf eine tief verwurzelte Erwartungshaltung verweist: Frauen könnten ja ausfallen. Sie könnten schwanger werden, fehlen, nicht „verlässlich“ sein. Kaum sind die Kinder da, gelten sie als zu unflexibel. Und wenn sie nach Jahren der Familienarbeit wieder beruflich einsteigen wollen, dann heißt es plötzlich: zu alt.

      Diese strukturellen Benachteiligungen und stereotype Altersbilder gegenüber Frauen hat die AllBright Stiftung in ihrer Analyse„Einer der größten Karrierekiller für Frauen: Ihr Alter. Egal,welches“ aus 2024, genauer untersucht.

      In ihrem Bericht zeigt die Stiftung, wie stark das Lebensalter – unabhängig von der tatsächlichen Qualifikation oder Erfahrung – zur Karrierebremse für Frauen wird. Besonders kritisch: Es ist nicht das Alter selbst, das Frauen zurückhält, sondern die gesellschaftlichen Zuschreibungen, die in jeder Lebensphase neue Hürden aufbauen.

      Laut der Stiftung zählt das Alter inzwischen zu den größten Karrierekillern für Frauen – ganz gleich, ob sie 30 oder 55 sind. In jungen Jahren gelten sie als unerfahren, in der Familienphase als unzuverlässig, und später als nicht mehr „entwicklungsfähig“. Dabei ist gerade die Lebensmitte – zwischen 45 und 55 – für viele Männer das Sprungbrett in die Vorstandsetage. Frauen hingegen werden in diesem Alter oft übersehen.

      Die Ursache liegt nicht im fehlenden Können, sondern in festgefahrenen Bildern davon, wie Karrieren aussehen sollen – und wer als „führungsfähig“ gilt.

      Die Stiftung plädiert deshalb klar für mehr Flexibilität auf Karrierewegen und eine Arbeitswelt, in der Kompetenz und Erfahrung mehr zählen als Annahmen und Vorurteile.



      Altersdiskriminierung und was SIE dagegen tun können! 

      Altersdiskriminierung zu bekämpfen erfordert ein bewusstes Umdenken auf individueller, gesellschaftlicher und institutioneller Ebene. Konkret bedeutet das:

      • Stereotype hinterfragen: Altersbezogene Vorurteile – wie die Annahme, ältere Menschen seien weniger leistungsfähig oder innovationsfreudig – müssen erkannt, reflektiert und aktiv hinterfragt werden.

      • Dialog fördern: Der generationenübergreifende Austausch sollte gestärkt werden, um gegenseitiges Verständnis und Respekt zu fördern.

      • Repräsentation stärken: Ältere Menschen sollten in Medien, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit realitätsnah und vielfältig dargestellt werden.

      • Rechte stärken: Diskriminierungsschutz aufgrund des Alters muss rechtlich und gesellschaftlich sichtbarer werden – z. B. durch eine Aufnahme des Merkmals „Alter“ ins Grundgesetz, wie von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorgeschlagen.

      • Weiterbildung ermöglichen: Lebenslanges Lernen muss gefördert und für alle Altersgruppen zugänglich gemacht werden.


      Zu jung? zu alt? Nicht an der THD! 

      Was die THD gegen Altersdiskriminierung tut 

      Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) setzt sich aktiv für ein faires, wertschätzendes und altersdiverses Umfeld ein – für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende gleichermaßen. Altersdiskriminierung wird an der THD nicht ignoriert, sondern gezielt thematisiert und bekämpft. Altersvielfalt wird dabei als Chance verstanden – denn verschiedene Perspektiven und Lebensphasen bereichern unsere Hochschulgemeinschaft nachhaltig.

      Konkret engagiert sich die THD durch folgende Maßnahmen:

      • Altersvielfalt sichtbar machen: An der THD werden Studieninteressierte, Studierende, Mitarbeitende und Lehrende jeden Alters in ihrer jeweiligen Lebenssituation ernst genommen und als gleichwertiger Teil der akademischen Gemeinschaft anerkannt.

      • Studienbedingungen flexibel gestalten: Durch Teilzeitstudiengänge, digitale Angebote, familienfreundliche Maßnahmen und individuelle Beratungsformate unterstützt die THD insbesondere ältere oder nicht-traditionelle Studierende auf ihrem Bildungsweg.

      • Sensibilisierung und Fortbildung: Schulungen zu Altersdiversität, intersektionaler Diskriminierung und inklusiver Lehre tragen dazu bei, dass Lehrende, Führungskräfte und Verwaltungsmitarbeitende altersbezogene Vorurteile erkennen und abbauen können.

      • Datengrundlagen schaffen: Mit regelmäßigen Erhebungen zur Altersstruktur und zu Diskriminierungserfahrungen leistet die THD eine wichtige Grundlage für faktenbasierte, gezielte Gleichstellungsmaßnahmen.

      • Gleichstellungsarbeit mitdenken: Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der THD spielen eine zentrale Rolle in der Bekämpfung von Altersdiskriminierung – insbesondere im Hinblick auf Mehrfachdiskriminierung, von der ältere Frauen besonders betroffen sein können. Sie integrieren das Thema systematisch in ihre Arbeit und setzen wichtige Impulse für eine gerechtere Hochschulstruktur.

      • Generationen verbinden: Durch intergenerationelle Austauschformate, Mentoringprogramme und Netzwerkangebote wird der Dialog zwischen Jung und Alt gestärkt – für mehr gegenseitiges Verständnis, Respekt und Kooperation.

      Unser Appell: Altersdiskriminierung betrifft uns alle – unabhängig von Geschlecht oder Funktion. Ob als Studierende, Lehrende oder Mitarbeitende: Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die THD lebt von ihrer Vielfalt – und es ist an uns allen, diese Vielfalt auch im Hinblick auf das Alter aktiv zu fördern und zu schützen.



      Altersdiskriminierung - Weiterführende Informationen 

      Altersdiskriminierung betrifft weitaus mehr Lebensbereiche, als vielen bewusst ist – von der Arbeitswelt über das Gesundheitswesen bis hin zur gesellschaftlichen Teilhabe. 

      Faslls Sie sich intensiver mit den Ursachen, Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten auseinandersetzen möchten, finden Sie in den folgenden Materialien fundierte Informationen, aktuelle Studien und praxisnahe Ansätze. 

  • #rente 
    #altersarmut
    #femalefinance
    #passiveseinkommen

    • Gender Pay Gap

      Die geschlechterbezogene Lohnlücke ist ein zentrales Thema in der Gleichstellungsdebatte. Laut dem Statistischen Bundesamt verdienten Frauen in Deutschland im Jahr 2023 durchschnittlich 18 % weniger pro Stunde als Männer. Selbst wenn man Faktoren wie Berufswahl, Arbeitszeit und Qualifikation berücksichtigt, bleibt ein bereinigter Unterschied von rund 6 % bestehen.

      Ein häufiger Grund: Frauen arbeiten öfter in sozialen, pflegerischen oder erzieherischen Berufen, die schlechter vergütet sind – trotz hoher gesellschaftlicher Relevanz. Auch in Führungspositionen sind Frauen unterrepräsentiert, was sich auf das Einkommen auswirkt.

      Alltagsbeispiel: Zwei Mitarbeitende beginnen nach dem Studium in einer Unternehmensberatung. Beide sind gleich qualifiziert. Der Mann wird in eine Projektleitung mit Führungsverantwortung eingeteilt, die Frau in eine Assistenzrolle. Schon nach einem Jahr liegt sein Gehalt deutlich höher – obwohl beide gleich leistungsfähig sind.

      Quelle:
      Statistisches Bundesamt, Gender Pay Gap 2023
      https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_027_621.html




      Weitere Informationen

      Gender Gap Simulator

      UN Women Deutschland

      Statistisches Bundesamt - Gender Pay Gap

      Digitaler Gleichstellungsatlas (Überblick über die regionalen Unterschiede bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland)

      Gender Wage Gap (in english)

      Antidiskriminierungsstelle - Homepage - 18. Lohnlücke (bereinigt & unbereinigt)




    • Gender Pension Gap

      Frauen erhalten im Ruhestand deutlich weniger Rente als Männer. Die Gender Pension Gap lag laut Statistischem Bundesamt 2023 bei rund 39,4 %, wenn man nur selbst erworbene Rentenansprüche betrachtet – ohne Witwenrente oder andere Ausgleichszahlungen. Die Ursachen dafür liegen oft viele Jahre zurück: Teilzeit, Minijobs oder Erwerbsunterbrechungen zur Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen führen zu niedrigeren Einzahlungen in die Rentenversicherung.

      Besonders problematisch ist, dass viele Frauen sich nicht frühzeitig um private Altersvorsorge kümmern – sei es aus Zeitmangel oder weil das Einkommen dafür nicht reicht.

      Alltagsbeispiel: Eine Frau arbeitet über Jahrzehnte in Teilzeit, um sich um Kinder und später um die pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Im Rentenalter muss sie mit Grundsicherung aufstocken, während ihr Mann aus durchgehender Vollzeitarbeit eine auskömmliche Rente bezieht.

      Quelle:
      Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 9. April 2024
      https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_N016_12_63.html



      Weitere Informationen:


    • Finanzielle Unabhängigkeit

      – unabhängig von Partner*in, Familie oder staatlicher Hilfe. Für Frauen ist dies besonders wichtig, da sie häufiger in ökonomische Abhängigkeit geraten, etwa durch die klassische Rollenverteilung in Ehe und Familie.

      Oft übernehmen Frauen die Care-Arbeit, reduzieren dafür ihre Arbeitszeit oder verzichten ganz auf Erwerbsarbeit. Das kann sie langfristig in eine finanzielle Schieflage bringen – vor allem im Falle einer Trennung oder im Alter.

      Alltagsbeispiel: Eine Frau zieht nach der Geburt des ersten Kindes aus dem Berufsleben zurück und lebt über Jahre vom Einkommen ihres Mannes. Nach der Scheidung fehlt ihr die berufliche Qualifikation für den Wiedereinstieg – und sie hat kaum eigene Rücklagen.

      Quelle:
      Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Gender Equality Monitoring
      https://www.bmfsfj.de (Themenseite Gleichstellung)



      Wie funktioniert das? 

      Wie Frauen finanziell besser vorsorgen können (5min)

      Moneytalk: Finanzielle Freiheit (1h) von Madame Moneypenny

      Interview von Lisa Breloer - Wege aus der Armut: Wie Frauen finanziell unabhängig werden und bleiben (15min) 


      Weitere Informationen:


    • Teilzeitarbeit und Tätigkeitslücken

      Teilzeitarbeit wird in Deutschland überwiegend von Frauen ausgeübt. Im Jahr 2024 waren laut Statistischem Bundesamt rund 49 % der erwerbstätigen Frauen teilzeitbeschäftigt, bei Männern nur etwa 12 %. Hauptgründe sind Betreuungspflichten für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige.

      Auch Tätigkeitslücken – etwa durch Elternzeit – unterbrechen Erwerbsbiografien. Diese Unterbrechungen führen nicht nur zu Einbußen beim Gehalt, sondern auch bei späteren Rentenansprüchen und in der beruflichen Entwicklung.

      Alltagsbeispiel: Ein Paar bekommt ein Kind. Die Frau nimmt zwei Jahre Elternzeit, steigt danach in Teilzeit wieder ein. Der Mann bleibt in Vollzeit und erhält eine Gehaltserhöhung. Fünf Jahre später ist seine Karriere fortgeschritten, während sie beruflich stagniert.

      Quelle:
      Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung zur Teilzeitquote 2024
      https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_175_13.html


    • Karrierechancen 

      Frauen haben noch immer geringere Chancen auf beruflichen Aufstieg, obwohl sie statistisch gesehen häufiger Hochschulabschlüsse erwerben als Männer. In den Vorständen der größten deutschen Unternehmen sind laut AllBright-Stiftung 2024 nur etwa 17 % weiblich besetzt.

      Ursachen sind vielfältig: Neben fehlender Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen unbewusste Vorurteile, männlich dominierte Netzwerke und fehlende Vorbilder eine Rolle.

      Alltagsbeispiel: Eine Frau bewirbt sich nach ihrer Elternzeit intern auf eine Führungsposition, wird aber mit der Begründung abgelehnt, sie sei „nicht flexibel genug“ – obwohl sie über beste Qualifikationen verfügt.

      Quelle:
      AllBright-Stiftung: Frauenanteil in Vorständen 2024
      https://www.allbright-stiftung.de


    • Niedriglohnsektor

      Der Niedriglohnsektor umfasst Arbeitsverhältnisse, in denen Beschäftigte weniger als zwei Drittel des Medianlohns verdienen. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im Jahr 2023 rund 19 % der erwerbstätigen Frauen in Deutschland im Niedriglohnsektor, im Vergleich zu 13 % der Männer.

      Typische Branchen sind Gastronomie, Einzelhandel, Reinigungsdienste oder Pflege – Berufe, in denen überwiegend Frauen tätig sind. Die Kombination aus Teilzeit, geringer Bezahlung und fehlender Aufstiegsperspektive erhöht das Armutsrisiko dauerhaft.

      Alltagsbeispiel: Eine Frau arbeitet als Verkäuferin mit 25 Stunden pro Woche für den Mindestlohn. Das reicht kaum, um Miete und Lebenshaltungskosten zu decken. Rücklagen für Notfälle oder Altersvorsorge sind nicht möglich.

      Quelle:
      Statistisches Bundesamt, Niedriglohnquote 2023
      https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_050_62.html


  • #equalcare 
    #genderequity

    • Care-Arbeit meint unbezahlte Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Haushaltsaufgaben. Alle diese Aufgaben werden nach wie vor überwiegend von Frauen übernommen. Der Gender Care Gap zeigt, dass Frauen erheblich mehr dieser Fürsorgearbeit leisten als Männer, was sowohl die wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit der Frauen, als auch im Umkehrschluss ihre Altersvorsorge beeinträchtigt. Obwohl die Care-Arbeit einen essentiellen Teil der Gesellschaft ausmacht, bleibt sie oft ungesehen und wird daher auch als unsichtbare Arbeit bezeichnet. Aus der Unsichtbarkeit können diverse gesundheitliche Beeinträchtigungen für die ausführenden Personen resultieren.  Verschiedene Methoden, wie die "WhoCares"-App, helfen, den Wert dieser Arbeit zu verdeutlichen.

      Aber warum leisten Frauen mehr dieser unsichtbaren Arbeit?
      Warum Frauen mehr unsichtbare Arbeit leisten
       

       Brauchst Du vielleicht einen Rat, wie Du mit dieser Arbeit am besten umgehen sollst? 
       Care Councelling

      Möchtest du mit deinem Partner oder deiner Partnerin über die gerechte Aufteilung dieser Arbeit reden?
      Alltagsfeministinnen Reflexionsgespräch 

      Willst du herausfinden, wie du deine Sorgearbeit berechnen kannst? 
      Carerechner

      Weiterführende Informationen: